Fingergold bezeichnet eine galvanische Goldoberfläche, die auf Steckerleisten aufgebracht wird. Meist ist diese Goldschicht dicker und mit Cobalt dotiert, um eine höhere Härte und Abriebfestigkeit zu erzielen. Das Wort Fingergold kommt von dem Erscheinungsbild dieser Steckerleisten, wenn diese Kontakte für den Herstellungsprozess alle mit Leiterbahnen über die Platinenkontur hinaus verlängert und am
Galvanorand angeschlossen werden. Dies ist erforderlich, um einen Stromkreis schließen zu können, durch den dann die Goldschicht aufgebaut werden kann. FIngergold kann daher nur an den Kanten einer
Leiterplatte aufgebracht werden. Die Verbindungen über die Konturkante der
Leiterplatte hinaus werden zum Schluss abgefräst. Verfahren zur Aufbringung von galvanischem
Hartgold ohne Anbindung über die Konturkante sind möglich, aber aufwändiger.