Lichtdurchlässig statt opak. Echte Multilayer, bis sechs Lagen möglich, mit sichtbarer Leiterführung innen.
Transparente Leiterplatte | Transluzentes Material | durchsichtig bis 6 Lagen
Transparente Leiterplatte, lichtdurchlässiger Multilayer auf Basis des Materials HT820
Die transparente Leiterplatte von Leiton nutzt ein lichtdurchlässiges Basismaterial anstelle des üblichen opaken FR4. Das Material lässt Licht hindurch und macht die Leiterführung sichtbar. Gefertigt wird die Leiterplatte bis 6-Lagen Multilayer.
Das ist der Unterschied zum Markt: Transparente Schaltungen sind dort meist ein- oder zweilagig oder beruhen auf Glassubstraten. Ein durchkontaktierter Multilayer aus transluzentem Laminat erlaubt komplexere Leiterführung und mehrlagige Verschaltung, ohne den optischen Charakter aufzugeben.
Transparente Leiterplatte
Eine klare Einordnung gehört dazu. Das Material ist transluzent, nicht glasklar. Die Lichttransmission liegt bei rund 55 Prozent bei diffuser Streuung. Für flächige und gleichmäßige Lichtverteilung ist das ein Vorteil. Für maximale optische Klarheit ist es nicht ausgelegt.
Anwendungen
Beleuchtung und LED:
LED-Module, hinterleuchtete Panels und Lichtflächen mit gleichmäßiger Lichtverteilung
Signale und Display:
transparente Träger für Beschriftung, Anzeigen und Display-Hinterbau
Architektur und Interieur:
dekorative und architektonische Beleuchtung, Lichtelemente in Glas- und Oberflächengestaltung
Retail und Messe:
Exponate, Schauobjekte und Point-of-Sale-Installationen mit sichtbarer Elektronik
Design und Prototyping:
Designobjekte und Muster, bei denen die sichtbare Leiterführung ein Gestaltungsmerkmal ist
Deutlich mehr Leiterführung als übliche einlagige transparente Lösungen.
Lichtdurchlässig:
Lichttransmission ab 55 Prozent mit diffuser Streuung. Gleichmäßiges, flächiges Licht statt punktueller Durchsicht.
Sichtbare Leiterführung:
Die offen liegende Schaltung wird zum optischen Merkmal des Produkts.
Halogenarm:
Chlor <900 + Brom <900, beide zusammen <1500 ppm (parts per million, Teile pro Million).
Etablierte Prozesse:
Standard-Leiterbild, Bohren, Durchkontaktieren, Ätzen und typische Endoberflächen, wie ENIG oder HAL-bleifrei.
Wichtige Hinweise:
Das Material ist transluzent, nicht glasklar. Die Flammklasse ist UL94 HB und damit nicht flammhemmend nach V-0 oder V-1. Die Eignung ist gegen die Brandschutzanforderung der konkreten Anwendung zu prüfen.
Das Material ist halogenarm, nicht halogenfrei. Der Gehalt an Chlor und Brom liegt in Summe unter 1500 ppm (parts per million, Teile pro Million).
Die maximale Dauergebrauchstemperatur liegt bei 75°C. Unter direkter UV-Einstrahlung vergilbt das epoxidbasierte Material mit der Zeit. Für den Außeneinsatz eignen sich daher beschattete und belüftete Installationen, direkte Sonneneinstrahlung ist kritisch.
Konformitätsnachweise wie RoHS und REACH sind auf Anfrage möglich.
Angebot anfragen
Was wir für eine belastbare Anfrage brauchen: Lagenzahl, Abmessung und Lichtanforderung. Ideal sind zusätzlich Layoutdaten (ODB++, Extended Gerber, KiCAD oder ähnlich), gewünschte Endoberfläche sowie Stückzahl und Terminvorgaben. Wir prüfen die Machbarkeit am Layout, auch die Lichtwirkung der geplanten Leiterführung.
Warum Leiton: technische Beratung von der Lichtwirkung des Layouts bis zur Endoberfläche, CAM-Prüfung (CAM, Computer Aided Manufacturing, Aufbereitung und Prüfung der Fertigungsdaten), Muster bis Serie und persönliche Erreichbarkeit. Projekte ordnet Leiton je nach Preis, Lieferzeit und Technologie passend ein.
Die transparente Leiterplatte ist die richtige Wahl, wenn Licht durch die Leiterplatte hindurchtreten soll oder die sichtbare Leiterführung Teil des Produktdesigns ist. Typische Fälle sind hinterleuchtete Panels, Signage, Lichtflächen und Exponate mit offen liegender Elektronik. Wird Licht nur nach vorn abgestrahlt und bleibt die Leiterplatte verdeckt, reicht Standard-FR4 mit weißem Lötstopplack oder eine AluminiumkernLeiterplatte. Beide sind günstiger und flammhemmend nach UL94 V-0 (Brennbarkeitsklassifizierung der Underwriters Laboratories) verfügbar.
Glassubstrate sind glasklar, aber spröde, meist ein- oder zweilagig und erfordern Sonderprozesse. Folienschaltungen auf PET (Polyethylenterephthalat) mit ITO (Indiumzinnoxid) sind dünn und teils flexibel, aber in Strombelastbarkeit und Lötbarkeit stark eingeschränkt. Die transparente Leiterplatte von Leiton ist ein durchkontaktierter Multilayer aus transluzentem Laminat mit bis zu sechs Lagen und läuft über etablierte Leiterplattenprozesse inklusive SMT-Bestückung (Surface Mount Technology, Oberflächenmontage). Wo optische Klarheit wichtiger ist als Verschaltungsdichte, bleibt Glas die bessere Wahl. Wo mehrlagige Leiterführung bei sichtbarer Schaltung gefragt ist, ist der transluzente Multilayer die passende Lösung.
Kupfer ist opak. Leiterbahnen und Kupferflächen zeichnen sich im Durchlicht als Schatten ab. Im Layout wird die Leiterführung deshalb bewusst geplant, entweder als sichtbares Gestaltungsmerkmal oder mit reduzierten Kupferflächen in den lichtaktiven Zonen.
Ja. Die Lötwärmebeständigkeit liegt bei 288°C über drei Zyklen, Endoberflächen wie ENIG (chemisch Nickel Gold) sind verfügbar. Die Glasübergangstemperatur (Tg) liegt ab 105°C. Die maximale Dauergebrauchstemperatur liegt bei 75°C. Für Anwendungen mit dauerhaft hoher Betriebstemperatur ist die Eignung im Einzelfall zu prüfen.
UL94 HB ist nicht flammhemmend nach V-0 oder V-1. Ob das ausreicht, entscheidet die Brandschutzanforderung der Anwendung, nicht das Material. Für dekorative Beleuchtung, Messebau und Exponate ist HB häufig ausreichend. Für Geräte mit normativen Brandschutzanforderungen ist die Eignung auf Baugruppen- oder Geräteebene nachzuweisen.
Nein, halogenarm. Der Gehalt an Chlor und Brom liegt in Summe unter 1500 ppm (parts per million, Teile pro Million). Halogenarm ist nicht gleich halogenfrei. RoHS (Restriction of Hazardous Substances) und REACH (Registration, Evaluation, Authorisation and Restriction of Chemicals) sind davon getrennte Themen und werden separat nachgewiesen.
Mit Einschränkungen. Die maximale Dauergebrauchstemperatur liegt bei 75°C. In beschatteten und belüfteten Installationen ist das im Außenbereich unkritisch. Bei direkter Sonneneinstrahlung erreichen Oberflächen je nach Absorption und Aufbau schnell Temperaturen von 60°C bis 80°C, in geschlossenen Gehäusen und hinter Glas auch darüber. Zusammen mit der Eigenerwärmung der LEDs (Light Emitting Diode, Leuchtdiode) wird die Grenze dann überschritten. Solche Installationen erfordern eine thermische Auslegung, etwa Abschattung, Belüftung oder reduzierte Leistungsdichte, und eine Temperaturmessung am realen Aufbau. Zur Vergilbung unter UV-Licht (Ultraviolett) siehe die folgende Frage.
Unter UV-Einstrahlung ja. Das Basismaterial ist ein epoxidbasiertes Laminat, und Epoxidharze vergilben unter UV durch Photooxidation. Bei direkter Sonnenexposition ohne UV-Schutz ist binnen Monaten mit sichtbarer Vergilbung zu rechnen. Für Außenanwendungen mit optischem Anspruch ist deshalb eine UV-filternde Abdeckung vorzusehen. Auch dauerhafter Betrieb nahe der Temperaturgrenze von 75°C kann das Material über die Lebensdauer nachdunkeln lassen, unabhängig von UV. In Innenanwendungen mit moderaten Betriebstemperaturen ist die Vergilbung im Regelfall unkritisch, da weißes LED-Licht praktisch keinen UV-Anteil hat.
Von Lagenzahl, Format und Nutzenausnutzung, vom Sondermaterial HT820 gegenüber Standard-FR4 sowie von Endoberfläche, Stückzahl und Lieferzeit. Muster und Kleinserien tragen den Materialeinsatz stärker, mit der Serie sinkt der Stückpreis. Belastbare Preise ergeben sich aus dem Layout, nicht aus Pauschalwerten.
Üblich sind transluzente Leiterplatte, lichtdurchlässige Leiterplatte, transparente Platine sowie englisch transparent PCB (Printed Circuit Board, Leiterplatte) und clear PCB. Nicht gemeint sind Glass-PCBs auf Glassubstrat und Folienschaltungen auf PET (Polyethylenterephthalat) oder ITO (Indiumzinnoxid). Das sind andere Technologien.
Mitglied im Fachverband Elektronik-Design
Expertise durch aktiven Austausch
Expertise durch Schulung und Weiterbildung
ISO-Geprüft vom renommiertesten Auditor Deutschlands
ISO 9001:2015 Qualitätsmanagement
ISO 14001:2015 Umweltmanagement
UL-Zulassungen für diverse Leiterplattentypen
UL für starre FR4-Leiterplatten
UL für flexible Leiterplatten
UL für ALU IMS Leiterplatten
Hinweis! Folgende Optionen wurden produktionsbedingt angepasst und sind farblich markiert:
Kontaktieren Sie uns
Wir beraten telefonisch, per Mail oder mit Anmeldung auch persönlich vor Ort.